Dienstag, 4. März 2014

Hochbeet bauen - wie geht das?

Die Vorteile eines Hochbeetes liegen auf der Hand: Man kann Gartenabfälle beim Bau des Hochbeetes im Inneren des Hochbeets verstauen und man muss sich später beim Gärtnern im Hochbeet nicht so tief bücken wie beim Gärtnern im Beet, sowie ist es ein schöner Blickfang im Garten.
Im Hochbeet verkompostieren die Gartenabfälle - dabei werden Wärme und Nährstoffe freigesetzt. Dass ein Hochbeet sehr attraktiv sein kann, zeigen die beiden Bilder eines Hochbeets aus Holz, die in der alten und neuen Weihenstephaner Kleinanlage gemacht wurden. Weil man sich mit Hochbeeten und Tischbeeten unabhängig vom gewachsenen Boden machen kann und kleine Hochbeete außerdem mobiler sind, spielen Hochbeete auch beim “Urban Gardening” ( ist die meist kleinräumige, gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld) eine wichtige Rolle.

Hochbeet aus Muschelkalk

Hochbeet bauen- So geht es:

Zunächst die Maße des Hochbeetes auf die Fläche, auf die es gebaut werden soll, übertragen (Schnüre spannen o. ä.). Dabei auf rechte Winkel achten.

Als nächstes den Boden auf der geplanten Fläche abtragen, ca. 25  - 30 cm tief.

Dann die Beetumrandung des Hochbeets bauen (als erstes die Eckpfosten oder Eckelemente, danach die Wände). Sehr attraktiv sind Konstruktionen mit halben Rundhölzern. Doch auch andere Hochbeet-Konstruktionen aus Holz, Stein, Kunststoff etc. sind möglich. Wer für sein Hochbeet Holz wählt, sollte bei der Auswahl großen Wert auf die Holzqualität legen, denn dadurch kann möglicherweise auf Imprägnierungsmittel verzichtet werden (Beratung im Holzfachhandel).

Den Boden innerhalb des Hochbeetes zunächst grob lockern - z. B. mit einer Grabgabel - und danach den gesamten Innenraum mit einem feinen Maschendraht gegen Wühlmäuse auskleiden. 

 
Die Seitenwände des Hochbeetes innen anschließend mit Kunststofffolie auskleiden (um Verdunstung und damit Austrocknung zu verhindern), jedoch nicht den Boden mit Plastik verschließen.

Die folgenden Schichten der Hochbeet-Füllung sind jeweils ca. 25 - 30 cm dick. Die unterste Schicht sollte aus grobem Gehölzschnitt bestehen, den man am Besten durch Festtreten verfestigt. Eventuell mit Hornspänen (50 g Hornspäne/m2) oder Kalkstickstoff (100 - 120 g/m2) bestreuen.





Die nächste Schicht setzt sich aus Staudenrückschnitt, Grassoden und feineren Gehölzschnitt/Gestrüpp zusammen.




Darauf folgt eine Schicht mit halbfertigem Gartenkompost oder - falls man keinen hat - halbverrottetem Stallmist.

Als oberste Schicht bringt man eine “Humusschicht” auf, z. B. die oberste Bodenschicht, die man vorher abgetragen hat. Sie sollte mindestens 25 cm dick sein.

Nun kann gepflanzt werden. Besonders attraktiv und auch sehr ertragreich auf Hochbeeten sind Mischbepflanzungen von Gemüsen, Kräutern und Blumen.

Hochbeet x-wave

 
Tipp: Wenn der vorhandene Boden belastet ist (Pflanzenschutzmittel oder andere Altlasten) oder aus anderen Gründen nicht für den Gemüseanbau geeignet ist, kann man als oberste Humusschicht statt des alten Bodens gekaufte Bioerde verwenden. Bio- Erde von Fruhstorfer




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Gesamtzahl der Seitenaufrufe